Diskussion mit der AG Schacht Konrad

Gymnasium am Fredenberg. Fast zwei Stunden diskutierten Schülerinnen und Schüler der Klassen 8.3. und 10.2. mit der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Ursula Schönberger und dem Anti-Atomkraft-Aktivisten Ludwig Wasmus, über das Endlager-Projekt Konrad im Landkreis Salzgitter.

Wie kann es sein, dass der Fehler der in der Asse begannen wurde, nun bei uns in Salzgitter wiederholt werden soll?“, fragt eine Schülerin der 8. Klasse verständnislos. Von der vielfach in Studien dargestellten Politikverdrossenheit unter Jugendlichen, konnte während der Diskussion nicht die Rede sein. Angesichts der geographischen Nähe von Schacht Konrad zu den Wohnorten vieler Schülerinnen und Schüler, gab es von Seiten der Schülerschaft ein reges Interesse zu dem Thema der Atommüllendlagerung in ihrer Gemeinde.

Die ehemalige Friedensaktivistin, Bundestagsabgeordnete und Grünenpolitikerin Ursula Schönberger sowie der Landwirt und Umweltaktivist Ludwig Wasmus, brachten dankenswerter Weise viel Zeit und Informationsmaterial mit um die Fragen der Schülerinnen und Schüler anschaulich und interessant zu beantworten. Hierbei wurde sehr fachlich und argumentativ vorgetragen, dass eine langfristige Lösung nur in Zusammenarbeit mit der Politik und dem Bundesamt für Strahlenschutz möglich sei.

Seit den 70er Jahren regt sich regionaler und mittlerweile auch bundesweiter Protest, gegen das seit 2007 als rechtskräftig deklarierte Atommüllendlager Konrad, das mit einer genehmigten Menge von 303.000 m3 Atommüll immer wieder aufgrund von Sanierungsarbeiten, Korruptionsvorwürfen, Genehmigungsproblemen und Grundwassereintritt, in den Fokus von Auseinandersetzungen und Kritik gerät.

Für die Schülerinnen und Schüler bestand das wesentliche Interesse vor allem darin, Informationen über mögliche Gefahren für die Umwelt, die Landwirtschaft und die Gesundheit der Menschen in ihrer Region zu erhalten. Im Anschluss an Veranstaltung, kamen noch viele Schülerinnen und Schüler auf Fr. Schönberger und Herrn Wasmus zu, um nach weiterem Informationsmaterial zu fragen, so dass sich am Ende alle einig waren, dass diese Veranstaltung sich gelohnt hat und wiederholt werden sollte.