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Archiv bis 2007/2008


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Abitur

„Abitomie“ – Abiturentlassungsfeier in der Aula des Gymnasiums Am Fredenberg

62 strahlende Schülerinnen und Schüler - unter ihnen acht mit einer Gesamtleistung, die eine Eins vor dem Komma trägt - können losfliegen, um die Welt zu verändern.

Mit diesem Bild umriss Yvonne Schicht in ihrer Schülerrede während einer stilgerechten Entlassungsfeier am Freitagvormittag die Situation der frisch gebackenen Abiturienten am GAF. Sie verglich sich und ihre Mitschüler ironisch rückblickend mit Bergwanderern auf der jahrelangen Suche nach dem Fredenberg, dem Wissens- und Erkenntnisberg Gymnasium. Trotz verschiedener Widrigkeiten während des langen Weges habe diese Wanderung für die Schüler Spaß gemacht. Unschwer, stellte die Rednerin witzelnd fest, sei dabei zu Wochenbeginn für die meisten zu entscheiden gewesen, was wichtiger war: der Austausch über neueste Wochenenderlebnisse oder die Aufmerksamkeit bei wenig interessanten Vorträgen. Wichtig gewesen sei, betonte Schicht, dass der Kontakt der Lehrer zu den Bergsteigern niemals abgerissen sei. So habe man gelernt, Stresssituationen durchzustehen, Wissen zu erwerben, Texte zu verstehen.
„Du kannst von mir abschreiben. Wir sagen, wir haben es zusammen gemacht!“ Diese Einstellung sei exemplarisch für die allgegenwärtige Hilfsbereitschaft innerhalb ihres Jahrgangs gewesen. Sie habe den sozialen Umgang gefördert. Gerade mit der Entwicklung sozialer Kompetenzen seien Persönlichkeiten gereift, die das eigentlich Besondere nach 13 Schuljahren ausmachten, stellte Schicht am Ende ihrer Rede unter großem Beifall fest.

„Die Zukunft liegt vor euch!“ – So wandte sich Schulleiter Dr. H.-H. Kalberlah an die Scheidenden, die ihr Können in den letzten Tagen eindrucksvoll bewiesen hätten. Acht Abiturienten haben Traumnoten mit einer „Eins vor dem Komma“ erreicht. Die beste Schülerin,Stefanie Kuspiel , hat einen Schnitt von 1,5 erzielt.
Nachdem die Schule so alles aus ihnen herausgeholt habe, sei es nunmehr an ihnen, sowohl Weltbürger zu werden als auch persönliche Nester anzulegen und vermittelte Werte auf den Prüfstand zu stellen, betonte Dr. Kalberlah abschließend.

Stefanie Dierstein beleuchtete in der Lehrerrede die Bedeutung von Wendepunkten, die sich den Abiturienten nunmehr offenbarten. Inhalte einzelner Fächer, mutmaßte sie, würden oft wahrscheinlich schlicht vergessen werden. Das Studium von Schulfächern würde vielen jedoch Zugänge zu neuen Feldern eröffnen, um sich fortan fundierte Urteile bilden zu können. Trotz Schwerpunktverlagerungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik habe sich an den Grundstrukturen des geistigen Lebens kaum etwas geändert. In der Wissensgesellschaft gelte es Einzelwissen miteinander zu verknüpfen. Ein leider zu bemerkender Mangel an Eindeutigkeit, der es oftmals schwieriger mache, sich zurechtzu- finden, werde dabei jedoch teilweise durch neu erworbene Kompetenzen aufgehoben, betonte Dierstein. Medienkompetenz, Sozialkompetenz und Teamfähigkeit würden den Abiturienten helfen fortan Ordnung im Leben zu schaffen. Zum Abschluss wünschte die Leiterin des letzten Mathe-LKs den Schülern Zuversicht und Gelassenheit für die Zukunft.

Bevor den Abiturienten ihre Zeugnisse ausgehändigt wurden und sie sich mit Abilied, Seifenblasen und Luftballons von ihrer Schule verabschiedeten, standen noch zwei Überraschungen an: Berit Gaus und Sebastian Haas freuten sich über zwei Preise, die ihnen für besondere Leistungen in Französisch und Geschichte im Namen der Robert-Bosch-Stiftung bzw. durch den Geschichtsverein Salzgitter verliehen wurden. Ein PISA-kritischer Beitrag des Deutsch-LKs, die „Boney“-Vergabe und die Rockband Steelwings sorgten für den heiter-unterhaltsamen Rahmen der Feier.

(Friedrich W. Ehlers)

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