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Abitur-Entlassungsfeier

„We were looking for freedom“ – Abiturjahrgang 2008 verabschiedet sich

Mit dem genannten abgewandelten Motto und Abilied verabschiedete sich am Freitagvormittag in der Aula des Gymnasiums unter der Moderation von I. Savvulidi und I. Bairaktaridis unterhaltsam und ironisch ein „cooler Haufen“, der in den vergangenen Jahren „auch unter den Lehrern Freunde gefunden hat“ (J.B.) von seiner bisherigen Schulgemeinschaft.



Den Freunden wurde zunächst unter schauspielerischer Mithilfe von K. Gruber humoristisch der Spiegel vorgehalten. In einer Kurzszene, die eine imaginäre, aber den meisten Anwesenden sehr vertraut anmutende Situation während der großen Pause im und vor dem Lehrerzimmer darstellte, lebten noch einmal amüsante, schrullige und lieb gewonnene Eigenarten und Verhaltensweisen der Lehrer originell und komisch auf: Das „Bölken“ zu Beginn und am Ende der Pause überbrücken zwei junge Kolleginnen (K.Gruber und J.Awua-Adjei) intensiv mit dem Austausch über neuestes zwischenmenschliches Geschehen im Lehrerzimmerumkreis. Vor ihnen tummeln sich ein bekanntes Rollkofferkommando, der von Klasse zu Klasse mit seinem Auto hetzende Studiendirektor und sein stets per Rad und behelmt an- und abreisender Kollege.

Die bunte Vielfalt von Lehrern und Schülern dieses Jahrgangs stand auch im Mittelpunkt von Schüler- und Lehrerrede. Stefan Kolzuniak und Lukas Neuß (Schülerrede) beleuchteten das erfahrene Bildungspensum mit der Erinnerung an eine imaginäre „to-do-Liste“, die ihnen die damalige Schulleiterin Frau Harre bei ihrer Einschulung am GAF beschrieben hatte. Der Satz des Pythagoras hatte dort ebenso seinen Platz wie die Französische Revolution oder Shakespeare. Die Vermittlung dieser Inhalte habe oft einen Stilwechsel zwischen den neuen Methoden der jüngeren Lehrkräfte und den eher autoritären Praktiken der „Etablierten“ bedeutet. Selbstironisch stellten die Redner so fest, dass ihr Jahrgang, der als erste Generation seine gesamte Jugend im wiedervereinigten Deutschland verbracht habe, das „bildungspolitische Produkt eines freiheitlichen Europa“ ist.

Augenzwinkernd wurde dieser Faden von Ulrike Wölke und Christian Hillmer in der Lehrerrede aufgegriffen. Mit Einführung der Profiloberstufe habe sich für den Jahrgang nicht nur die Wahl eines kleineren Übels, sondern auch eine offensichtliche Entscheidung gegen Koedukation verbunden. Keine Mitstreiter im sprachlichen Profil und nur zwei einsame Mitstreiterinnen im naturwissenschaftlichen Profil ließen eigentlich keinen anderen Schluss zu. Kompetenzgewinn beim Einsatz neuer Medien und Methoden sei zuweilen auch von Kompetenzverlust begleitet worden. Ressourcen schonendes Arbeiten sei bisweilen zur Perfektion getrieben worden, wenn Hausaufgaben nur begrenzt gemacht und so mit der Schonung der DIN-A4-Blöcke Teile des Waldes gerettet worden seien. Positives Gesamtfazit ihrer heiteren Rede: Die Abiturientinnen und Abiturienten haben Schule als Raum erfahren und genutzt, der ihnen die Möglichkeit bot, ernsthaft zu lernen, aber auch das Menschsein zu pflegen.


Dr. H.-H. Kalberlah wünschte den scheidenden Schülern für die Zukunft viel Mut, ihre neue Freiheit verantwortungsvoll zu gebrauchen. Er bedankte sich insbesondere für eine Zusammenarbeit, die in einzelnen Unterrichtsbereichen viele neue Impulse gebracht habe.

Den musikalischen Rahmen besorgten mitreißend die SteelWings.(F.W. Ehlers)


***LIVE-Mtischnitte *** Vielen Dank an Herrn Adler!


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